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Mainz wehrt sich gegen Fluglärm

Die neue Nord-West-Landebahn des Frankfurter Flughafens ist seit dem 21. Oktober 2011 in Betrieb. Dies hat zur Folge, dass es bei Anflügen aus Westen eine neue Anflugsroute über dem Stadtgebiet gibt und sich der Fluglärm über dem gesamten Stadtgebiet erheblich erweitert hat. Vor allem die Stadtteile Lerchenberg, Bretzenheim, Oberstadt und Altstadt sind einer erheblichen Mehrbelastung durch den Fluglärm ausgesetzt. Aber auch die anderen Stadtteile sind durch An- und Abflüge des Flughafens ohnehin schon stark betroffen. 

 

Bereits vor dem Ausbau des Frankfurter Flughafens trägt Mainz mit dem Fluglärm eine schwere Last. Dies war den Verantwortlichen der Stadt Mainz schon im Jahr 2000 bewusst, als die Flugrouten für die An- und Abflüge in Frankfurt geändert wurden. Damals ist erstmalig in Deutschland der lärmintensive Eindrehpunkt bei Landungen direkt über das Zentrum einer Großstadt gelegt worden. Die Stadt hat den Kampf gegen den Fluglärm schon damals aufgenommen, um mit allen politischen und rechtlichen Schritten hiergegen vorzugehen. Die SPD unterstützt den vom Oberbürgermeister angestoßenen Kampf gegen den Fluglärm und befürwortete den rechtliche Weg in den städtischen Ausschüssen ausdrücklich.

 

Für die Mainzer SPD steht klar fest, dass wirtschaftliche Interessen keinen Vorrang vor sozialen und ökologischen Interessen haben dürfen. Vor allem der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung muss an erster Stelle stehen, da die Folgen des Fluglärms für die Gesundheit offensichtlich sind. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Verschmutzungen in anderen Bereichen geahndet und reglementiert werden, aber Fluglärm sich unbegrenzt vermehren kann. Der Lärm schädigt den einzelnen Menschen und mindert die Lebensqualität einer ganzen Region. 

 

Eine Änderung des Paragraphen 29 b des Luftverkehrsgesetzes, den die Bundesregierung verfolgt, darf es nicht geben. Damit würde die Tür für einen durchgängigen Nachtflugverkehr aufgestoßen. Ganz im Gegenteil: Wir fordern ein absolutes Nachtflugverbot in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr und weitere Maßnahmen, die auch am Tage zu einer Reduktion des Fluglärms führen, hierzu zählen vor allem leisere Anflugverfahren und die Anhebung der Überflugshöhe.

Pressemitteilungen

06.06.2013

Fraport-Schallschutzbericht nimmt das wahre Ausmaß des Fluglärms nicht wahr

„Der Fraport-Bericht trägt nicht nur Versachlichung bei, sondern versucht, das wahre Ausmaß der Fluglärmbelastung zu verschleiern“, zieht der SPD-Fraktionsvorsitzende im Mainzer Stadtrat, Dr. Eckart Lensch, als Fazit aus der...

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05.04.2013

Fluglärm: Südumfliegung muss weiter in der Diskussion bleiben!

Dr. Eckart Lensch, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, begrüßt den Vorstoß von Ministerpräsidentin Frau Malu Dreyer seitens des Landes in der Fluglärmkommission gegen die Südumfliegung vorzugehen. Die von der...

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21.02.2013

Lensch: Die Diskussion über Flugrouten muss auf der Tagesordnung bleiben!

„Das Festhalten der Fluglärmkommission an den aktuellen Abflugrouten ist besonders für die südlichen Stadtteile Weisenau und Laubenheim keine erfreuliche Nachricht. Wir hätten uns gewünscht, dass das Gutachten der...

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24.01.2013

Fluglärm: „Die aktuelle Situation kann nicht festgeschrieben werden“

„Eines steht aus unserer Sicht zweifelsfrei fest: Die Grenze des erträglichen Fluglärms ist in Mainz lange überschritten. Dies kann eine verantwortungsvolle Politik nicht hinnehmen, sondern muss nach Wegen zu einer Reduktion des...

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12.11.2012

Klares Signal des Parteitags zur Reduzierung und Begrenzung des Fluglärms

Auf dem Parteitag der SPD Rheinland-Pfalz in Mainz am Samstag haben sich die Delegierten für eine grundsätzliche Begrenzung der Flugbewegungen am Flughafen Frankfurt und ein fest einzuhaltendes Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis...

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23.10.2012

Fluglärm contra Einkehr

„Den Beschluss der Dekanatssynode der Evangelischen Kirche Mainz, den Flörsheimer Kirchenvorstand bei seinem Wunsch zu unterstützen, gegen den zunehmenden Fluglärm gerichtlich vorzugehen begrüßt die SPD-Stadtratsfraktion...

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18.10.2012

Negativ-Bilanz für die Nordwest-Landebahn

Der hessische Verkehrsminister, Florian Rentsch (FDP) zieht ein Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen eine weitgehend positive Bilanz. Eine Einschätzung, die der Vorsitzende der Mainzer...

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Veranstaltung am 24.9.: Wohl der fluglärmgeplagten Bevölkerung hat oberste Priorität

"Wie können wir uns wehren? Was können wir gegen den Lärm über unseren Köpfen tun?". Diese Fragen bewegten den Großteil der anwesenden Besucherinnen und Besucher der Informationsveranstaltung „Mainz wehrt sich gegen Fluglärm!“ in der Cafeteria des St.-Vinzenz-Krankenhauses, zu der der Vorsitzende der Mainzer SPD Michael Ebling und die Mainzer Landtagsabgeordnete Doris Ahnen interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Mainzer Stadtteil Oberstadt eingeladen hatten.

Über 200 Gäste, darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Mainzer Fluglärminitiativen, waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit Doris Ahnen, dem Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Innenministerium Jürgen Häfner, dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Dr. Eckart Lensch und Friedrich Herzer von der Gesellschaft für humane Luftfahrt e.V. über das in Mainz stark erhöhte Flugaufkommen im Zuge der Inbetriebnahme der neuen Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen und deren Auswirkungen für die Menschen zu diskutieren sowie neue Perspektiven im Kampf gegen den Fluglärm zu entwickeln. Wo stehen wir derzeit? Und welche Möglichkeiten gibt es, dem ausufernden Fluglärm auch nach der Inbetriebnahme konsequent zu begegnen? Solche und viele weitere Fragen sollten an diesem Abend unter Moderation des Vorsitzenden der Mainzer SPD, Michael Ebling, besprochen werden.

Der Fluglärm habe schon seit längerem aufgrund geänderter Routen im Anflug auf Frankfurt enorm zugenommen. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens am 21. Oktober seien aber auch bei Abflügen zusätzliche Belastungen für Mainz und Rheinhessen entstanden", so Doris Ahnen, die dabei nicht nur auf die von der Flugsicherung entwickelte Südumfliegung einging, sondern auch auf zahlreiche Flüge über das dicht besiedelte Mainzer Innenstadtgebiet. Man spüre die Zunahme des Fluglärms deutlich und dies sorge auch für Beunruhigung in der Bevölkerung. „Mainz darf nicht zum Rollfeld von Frankfurt verkommen! Die Menschen, die hier leben und arbeiten, haben ein Recht auf ein ausreichendes Maß an Ruhe, vor allem während der Nacht“, machte Michael Ebling seine persönliche Haltung deutlich. Ein konsequentes Nachtflugverbot von 22-6 Uhr müsse daher unbedingt gewahrt werden, forderten Ahnen und Ebling unisono.

Dr. Eckart Lensch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion und im Hauptberuf Mediziner, verwies auf die beträchtlichen gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm. Insbesondere die Krankenhäuser und die Universitätsmedizin, die alle in der Mainzer Oberstadt gelegen seien und derzeit in hoher Zahl überflogen werden, müssten vor Fluglärm geschützt werden, forderte Lensch.

"Die Menschen in Mainz und Rheinhessen merken erst jetzt, was mit dem Ausbau des Frankfurter Flughafens auf sie zugekommen ist“, stellte Friedrich Herzer fest. Umso mehr sei es jetzt an der Zeit offensiv als Region für die Belange der Bevölkerung einzutreten. Neben der Ausreizung aller technischen Möglichkeiten und der Anhebung der Überflughöhen warb Herzer vor allem für eine Veränderung des Luftfahrtgesetzes durch die Bundespolitik.

Im Mittelpunkt des Abends sollten die Mittel und Instrumentarien stehen, sich gegen die Auswirkungen des Fluglärms für die Bevölkerung am effektivsten zu wehren. Da die Landesregierung eine klare Benachteiligung für Mainz und Rheinhessen sehe, werde es gegen die Festlegung der neuen Flugrouten im Zuge der Südumfliegung die klagenden Kommunen Klein-Winternheim, Lörzweiler, Nackenheim, Nierstein und Ober-Olm finanziell unterstützen. Dies unterstrichen sowohl der Staatssekretär im Innenministerium Jürgen Häfner als auch Doris Ahnen. Häfner verwies zudem auf die auf Einladung des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Dieter Posch neu gebildete Taskforce „Flugwegoptimierung“, in der neben Vertretern der Fraport, der Deutschen Flugsicherung und den Verkehrsexperten der Fraktionen auch ein rheinland-pfälzischer Vertreter beteiligt sei, um über neue Lösungen zur Reduzierung von Fluglärm - unter anderem in der Frage der Überflughöhen – zu diskutieren.

Eine für alle Menschen in der Region ruhigere Zukunft in Sachen Fluglärm könne letztlich nur über einen starken Schulterschluss zwischen der Bevölkerung und der Politik funktionieren, warb Doris Ahnen um Vertrauen in die handelnden politischen Akteure. "Ich kann die Bürgerinnen und Bürger nur ermutigen, beschweren Sie sich lautstark, nehmen Sie Ihre Bürgerrechte wahr", rief Michael Ebling in seinem Schlusswort aus.

Was kann ich gegen Fluglärm tun?

1. Online-Petition unterstützen!
Unterstützen Sie eine Petition, die sich an den hessischen Landtag richtet und den besseren Schutz der Bevölkerung in der Region zum Ziel hat. Die Petition fordert u. a. die Neubewertung der Flugrouten für den Flughafen Frankfurt und ein sofortiges Nachtflugverbot in der Zeit von 22.00 bis 06.00 Uhr. Die Petition finden Sie unter www.open-petition.de  (Zeichnungsfrist 10.12.2011).

 

2.Verstöße gegen das Nachtflugverbot anzeigen!
Flüge während des gültigen Nachtflugverbots (23.00 bis 5.00 Uhr) stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, melden Sie Verstöße bei der zuständigen Stelle:
   
    Bundeaufsichtsamt für Flugsicherung
    Robert-Bosch-Str. 28, 63225 Langen, LFR@baf.bund.de

    Informieren Sie auch das zuständige Ministerium hierüber:
    Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
    Referat V4, Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65185 Wiesbaden, info(at)hmwvl.hessen.de

 

3.Teilen Sie dem Flughafenbetreiber Ihre Fluglärm-Beschwerde mit!
Wenn Sie Überflüge als subjektiv zu laut empfinden, teilen Sie dies dem Flughafenbetreiber Fraport AG mit, der ihre Beschwerde bearbeiten muss. Die eingegangene Zahl der Fluglärmbeschwerden findet bei der Fluglärmkommission durchaus Beachtung.

„Beschwerde-Telefon“ der Fraport AG unter 0800-2345679 (kostenfrei) oder nutzen Sie das Online-Formular des Deutschen Fluglärmdienstes unter www.dfld.de.

 

4.Unterstützen Sie die Aktivitäten der Initiativen!
Bürgerinitiativen und Vereine besitzen eine hohe Fachkompetenz und stehen Ihnen mit Rat und Tat beiseite. Zeigen Sie auch Ihre Meinung bei Demonstrationen und Aktionen wie Unterschriftensammlungen.

 

5.Wichtige Arbeit des Deutschen Fluglärmdienstes unterstützen!
Der Deutsche Fluglärmdienstes (DFLD) leistet eine wichtige Arbeit im Kampf gegen den Fluglärm, indem die gemessenen Lärmdaten systematisch und nachvollziehbar erfasst werden. Sie können die Arbeit unterstützen, sogar mit einer eigenen Messstation.

 

6. Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung über Ihren Rechtsschutz!
Mainz klagt gegen den Fluglärm, Privatpersonen können dies auch; vor allem hinsichtlich der Aspekte Gesundheitsgefahren und Wertminderungen. Klagevereine unterstützen ausgewählt Privatpersonen bei Ihren Klagen.

 

7. Teilen Sie den zuständigen Behörden und Stellen Ihre Forderungen nach einem Nachtflugverbot, besserer Routenführung und -belegung und leiseren Anflugsverfahren mit!
   

DFS Deutsche Flugsicherung, Am DFS-Campus 10, 63225 Langen, Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Invalidenstraße 44, 10115 Berlin

 

Weitere hilfreiche Informationen unter www.fluglaerm-rheinhessen.de

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