MAG- Geschäftsführer Augustin räumt Fehler ein!
Ampel-Koalition stimmt Gesellschafter-Darlehen zu / Gerster soll sich entschuldigen
Der Geschäftsführer der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH (MAG), Lukas Augustin (CDU), hat sich in der heutigen Sitzung des Ältestenrates bei der Verwaltung und den Stadtratsfraktionen förmlich entschuldigt und somit Fehler im Umgang mit dem Gesellschafter Stadt Mainz und der Winterhafen-Finanzierung eingeräumt.
Geschäftsführer Augustin hatte vergangene Woche in der Presse erklärt, dass die Finanzierung der Winterhafenbebauung stehe und im Herbst dieses Jahres mit der Bebauung begonnen werden können. Mehr oder weniger zufällig wurde bekannt, dass die MAG zur Überbrückung der Finanzierung der Winterhafenbebauung noch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 900.000 Euro brauchen würde, welcher der Zustimmung des Stadtrates bedarf. Nicht nur die Stadtratsfraktionen sondern auch die Beteiligungsverwaltung wurden erst einige Tage nach Eingang des Finanzierungsvertrages bei der MAG und nach den Presseveröffentlichungen darüber informiert.
"Wir werden einem Gesellschafterdarlehen zustimmen, um die Finanzierung der Winterhafenbebauung und einen möglichen Baubeginn im Herbst dieses Jahres nicht zu gefährden. Die Winterhafenbebauung ist ein städtebaulich wichtiges und notwendiges Projekt, welches wir umsetzen möchten. Die Koalition wird ihrer Verantwortung daher gerecht und hilft der MAG bei der Finanzierung durch die Gewährung eines entsprechenden Überbrückungs-Darlehens. Wir werden darauf achten, dass dieses Darlehen so schnell wie möglich von der MAG an die Stadt zurückgezahlt und der städtische Haushalt nicht dauerhaft belastet wird", so die finanzpolitischen Sprecher der Koalition Miguel Vicente (SPD), Daniel Köbler (Grüne) und Walter Koppius (FDP).
Nachdem Geschäftsführer Augustin Fehler eingeräumt hat, fordert die Ampel-Koalition Thomas Gerster (CDU) auf, sich für seine Äußerungen zu entschuldigen, wonach die Kritik an Augustin grundlos sei und eigentlich im "Postengeschacher" begründet liege.
"Es ist nachzuvollziehen, dass Thomas Gerster seinen CDU-Parteifreund Lukas Augustin vor Kritik schützen möchte, auch wenn diese fundiert und sachlich ist. Wilde Personalspekulationen anzustellen und der Koalition "niedere Beweggründe" und "Postengeschacher" vorzuwerfen, um von Fehlern abzulenken, die Geschäftsführer Augustin am heutigen Tage selbst eingeräumt hat, ist ein schlechter Stil. Wir fordern Thomas Gerster daher auf, sich öffentlich für seine Äußerungen zu entschuldigen und hoffen, dass er den Anstand und das Rückgrat hierzu hat", so Vicente, Köbler und Koppius.



